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Gemeinde Asbach-Bäumenheim  |  E-Mail: info@asbach-baeumenheim.de  |  Online: http://www.asbach-baeumenheim.de

Streifzug durch die Geschichte von Asbach-Bäumenheim

Grossansicht in neuem Fenster: Das Rathaus mit Rathausbrunnen - er symbolisiert die drei Säulen der Gemeinde, die Ortsteile Asbach, Bäumenheim und Hamlar

Die Vorgeschichte unseres Heimatortes liegt weitgehend im Dunkeln. Prähistorische Gräberfunde, die in jüngster Zeit in der Hamlarer Flur entdeckt wurden, beweisen jedoch, dass das Gebiet unserer Gemeinde bereits von den Kelten besiedelt war. Die Gründung der drei Ortschaften Asbach, Bäumenheim und Hamlar dürfte durch die Alemannen erfolgt sein, die um 500 n. Chr. die Donau überschritten. Ihre Anwesenheit wird durch Grabbeigaben bezeugt, die 1958 bei Ausschachtungsarbeiten an der Römerstraße gefunden wurden. Das wertvollste Stück, eine prächtige Goldscheibenfibel, wird heute im Maximillian-Museum Augsburg aufbewahrt. Das Pfarrdorf Asbach tritt erstmals um das Jahr 1000 in Erscheinung.

 

Im ältesten auffindbaren Schriftstück, einem Güterverzeichnis des Klosters Heilig-Kreuz um 1250, werden die drei Ortschaften als Aspach, Baebenheim und Hamelaeren aufgeführt. Die erste Nennung des heutigen Ortsteiles Hamlar fällt in das Jahr 1200. Diese Siedlungen wurden jahrhundertelang von verschiedenen Grundherrschaften verwaltet und ausgeplündert. Im 30jährigen Krieg wurden sie bei der Besetzung durch die Schweden in den Jahren 1632-1634 fast völlig ausgelöscht. Sie konnten sich von den Folgen dieses schrecklichen Krieges nur langsam erholen, so dass noch um das Jahr 1750 bei einer Kartographierung der Ortschaften eine recht geringe Anzahl von Höfen festgestellt wurde - Aspen: 40, Hamlen: 12, Bohnheim: 12.

 

Antoniuskapelle

 

 

 

 

Ein erfreuliches Erbe aus diesen verworrenen Herrschaftsverhältnissen ist die barocke Antoniuskapelle, das einzige Kulturdenkmal unserer Gemeinde, das 1687 von den Grafen Fugger erbaut wurde.

 

Am 26.6.1818, nachdem Fürst Montgelas 1808 das bayerische Staatsgebiet durchgreifend neu geordnet und gegliedert hatte, wurde die Gemeinde Asbach gegründet, der ein sehr beschränktes Selbstverwaltungsrecht zugestanden wurde und der Weiler Bäumenheim einverleibt wurde. Hamlar wurde damals Genderkingen zugeteilt und kam erst später zu Asbach. Dieser Zusammenschluss fand seine Würdigung aber erst im Jahre 1958, als die Gemeinde den Doppelnamen Asbach-Bäumenheim beantragte und vom Bayerischen Staatsministerium des Innern zuerkannt bekam.

 

Der wirtschaftliche Aufstieg der Gemeinde Asbach und das rasche Anwachsen ihrer Bevölkerung erfolgte im Ortsteil Bäumenheim, als diesen mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Augsburg-Donauwörth im Jahre 1844 das Industriezeitalter erreichte. Diese günstige Verkehrsverbindung und die Wasserkraft der Schmutter veranlassten Max Droßbach, im Jahre 1865 eine Leinenspinnerei und Weberei zu errichten.

 

Dank seines Erfindungsgeistes gelang es Josef Dechentreiter, aus einem kleinen Mechaniker- und Lohndruschbetrieb im Jahre 1922 eine Landmaschinenfabrik zu gründen.

Beide Betriebe entwickelten sich sehr rasch, so dass sich der Ort stetig vergrößerte und 1939 bereits 2150 Einwohner zählte.

 

Eine der dunkelsten Stunden ihrer Geschichte erlebte die Gemeinde am 19. März 1945, als bei einem Bombenangriff 175 Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche Häuser sowie fast die gesamte Leinenspinnerei zerstört wurden. Trotz der großen Wohnungsnot musste Asbach-Bäumenheim in den Nachkriegsjahren noch nahezu 1000 Flüchtlinge und Heimatvertriebene aufnehmen. Nach dem mühsamen Aufbau der Wohnhäuser und der Industrie wurde Zug um Zug die Infrastruktur eines modernen Gemeindewesens verwirklicht: Wasserversorgung, Kanalisation, Straßenbau, Verbandsschule, Turnhalle, Hallenbad, Kindergarten, Mehrzweckhalle, Bauhof und Rathaus.

 

Luftbild Gewerbe- und Industriegebiet an der B 2 - II

Die Aufwärtsentwicklung zu einer modernen Industriegemeine hielt trotz wirtschaftlicher Tiefschläge bei den Großbetrieben Dechentreiter und Droßbach an. Diese Unternehmen wurden von Fendt (jetzt AGCO) bzw. ITT (jetzt Valeo) übernommen. Die alteingessenen Betriebe Georg Dechentreiter-GEDA und Grenzebach, Hamlar, sind über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannte Marktführer. Erfolgreiche Neugründungen von Firmen aber auch Freizeiteinrichtungen (Sportpark, moderne Disco) mehrten den Wohlstand der Industriegemeinde ebenso wie den Freizeitwert.

 

Im Schul-Heimatmuseum befinden sich viele Zeugen aus der Vergangenheit; die Gemeindebücherei bietet heimatliches Schrifttum zum Vertiefen.

 

Unser Ort mit rund 4.200 Einwohnern (Stand 31.01.1999) hat ca. 3000 gewerbliche Arbeitsplätze und bietet günstige Voraussetzungen für ein reges Vereins- und Kulturleben.

 

Entnommen aus "Asbach-Bäumenheim - Informationsbroschüre für Bürger, Neubürger und Gäste"

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